
Muse
Besetzung
Matthew Bellamy | Gesang, Gitarre, Synthesizer, Klavier
Dominic Howard | Schlagzeug
Christopher Wolstenholme | Bass, Backgroundgesang
Alben
Showbiz (1999)
Origin Of Symmetry (2001)
Abselution (2003)
Black Holes And Revelations (2006)
The Resistance (2009)
The 2nd Law (2012)
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Muse
Die MUSE, die im Jahre 2004 die Bühne des Glastonbury-Festivals
verließen, waren nicht mehr jene, die am Tag zuvor dort angekommen war.
Ein entscheidender Gig sorgte dafür, dass aus der größten Band
Teignmouths, England, die größte Band Europas wurde. „Wir bekamen den
Headliner-Slot angeboten und uns ist wirklich der Arsch auf Grundeis
gegangen, weil wir dachten, wir sind dafür nicht groß genug,“ erinnert
sich Bassmann Chris. „Es war ein matschiger Tag mit üblem Wetter und
außerdem das Ende des Festivals, und so dachten wir, die Leute seien
sowieso genervt. Aber das Gegenteil war der Fall.“ MUSE gingen auf
die Bühne, spielten, schossen alle Anwesenden in das Universum und
wurden zu Halbgöttern der britischen Rockmusik.
Livedates
support | The Noisettes
präsentiert von | MTV | Visions | unclesally*s | WOM | laut.de
Tickethotline: 01805 / 969 000 444 [12 ct./min.]
| Date | Begin | Venue | Tickets |
|---|---|---|---|
| 25.11.06 | 20:00 | Berlin - Arena Treptow | ![]() |
| 26.11.06 | 20:00 | Hamburg - Sporthalle | ![]() |
| 29.11.06 | 20:00 | Böblingen - Sporthalle | ![]() |
| 09.12.06 | 20:00 | München - Zenith | ![]() |
| 13.12.06 | 20:00 | Düsseldorf - Philipshalle | ![]() |
support | BIFFY CLYRO [Köln & München]
präsentiert von MTV | Visions | piranha | kulturnews | musiX | laut.de | myspace.com
Tickets: 01805 / 44 70 [14 ct./min. | Mobilfunktarife können abweichen]
| Date | Begin | Venue | Tickets |
|---|---|---|---|
| 28.10.09 | 20:00 | Hamburg - Color Line Arena | ![]() |
| 29.10.09 | 20:00 | Berlin - O2 World | ![]() |
| 16.11.09 | 20:00 | Köln - LANXESS arena | ![]() |
| 20.11.09 | 20:00 | München - Olympiahalle | ![]() |
Bandinfo
Spätestens seit ihrem zweiten Album Origin Of Symmetry, auf jeden Fall aber seit Absolution (2003) kommt man an MUSE nicht mehr vorbei. Mit Black Holes & Revelations haben MUSE nun ihr viertes reguläres Studio-Album fertig - nach satten 2 ½ Jahren, in denen das Trio Zeit hatte, über das nachzudenken, was in den Jahren zuvor passiert war. Denn Black Holes and Revelations ist das Album einer Band, die auf einem denkbar hohen Level agiert und die sich mit dem neuen Album auch musikalisch absolut jeder Herausforderung stellen kann.
Schon mit 19 Jahren wurden MUSE aus ihren Schaufenster-Dekorateurs-Jobs auf die Sitze von Privatjets und Leih-Limousinen geschleudert, als der A&R-Run auf das Trio begann. Mit ihrem Agypto-Funk-Crossover Muscle Museum hatten sie bewiesen, dass ihre Riffs zu den brillantesten gehörten, dass sie jeden garottieren würden, der versuchen würde, es ihnen nachzutun (Plug In Baby) und dass sie auch eine Nina Simone aufrocken können (Feeling Good). Mit jedem nun folgenden Album verdoppelten sie die Zahl ihrer Verehrer: Showbiz (1999) verkaufte sich 500.000 Mal, Origin Of Symmetry durchbrach 2001 die Millionen-Schallmauer und das Meisterwerk Absolution verdoppelte noch einmal. Der Preis: satte sieben Jahre durchgehend unterwegs, Erschöpfungen, mentale Konditionsschwächen, Erfolgsdruck und das Bedürfnis nach Ruhe.
Doch Absolution wurde zum Kult in den USA, und nach Glastonbury und zwei verkauften Dates im Earls Court blieb keine Zeit zum Ausruhen. Stattdessen ging es auf den US-Midwest-Circuit - vom Stadion in die Clubs: „In Europa hatten wir diese riesigen Arenen gespielt, und plötzlich standen wir wieder vor 200 Leuten in irgendwelchen winzigen Löchern,“ lacht Matt. „Das ist der Preis dafür, dass man sich so an die großen Bühnen gewöhnt. Aber es tat uns gut, dass wir drüben wie eine ganz neue Band behandelt wurden und das Gefühl hatten, noch einmal entdeckt zu werden.“
Als auch das geschafft war, zogen sich MUSE dann schließlich für einen Monat zurück, um herauszubekommen, was eigentlich „Zuhause“ bedeutet. Matt verkroch sich in einem Städtchen bei Milan, Chris und seine stetig wachsende Familie blieben in Teignmouth und Dom hing in Londons trendiger Gegend Highbury ab - bis man sich im Sommer 2005 im Fledermaus-verseuchten Chateau Miraval-Studio in Südfrankreich traf. Matt: „Es erinnerte mich, wenn an überhaupt irgendwas, an Devon. Dort begannen wir, die meisten neuen Songs zu schreiben, an diesem Ort, der so viel ruhiger war als unserer bisheriger Lebensstil.“
Die vorangegangenen Alben, so wurde ihnen klar, wurden aus Notwendigkeit geboren. Eilig zusammengespielt angesichts der nächsten Dates, die auf die Band warteten, und zurechtgestutzt in der Perspektive, dass die Songs auch live schnell umgesetzt werden mussten. Dieses Mal gab es keine Beschränkungen. Keine anstehende Tour, keine zeitlichen Beschränkungen im Studio - endlich gab es auch mal Zeit und Ruhe, die Möglichkeiten eines Studios zu entdecken.
Nun, das Chateau Miraval war nicht wirklich der Herausforderung gewachsen, ein MUSE-Album hervorzubringen, also zog die Band nach New York um, um den Großteil von Black Holes and Revelations im Electric Lady- und Avatar-Studio einzuspielen. Dort wurde das Album mit den notwendigen Dancefloor-Vibes ausgerüstet. „Hendrix’ Geist hing in der Luft und ab und zu schaute David Bowie rein. „Das war gut: Das bestätigende Nicken des alten Jungen zu bekommen. Wären wir in Frankreich geblieben, wäre es ein ProgRock-Album geworden. Ein Song wie Knights of Cydonia wäre etwa 20 Minuten lang gewesen. In New York straffte sich das alles und bekam eine eindeutigere Orientierung. Die Grooves von Starlight, Supermassive Black Hole und Hoodoo veränderten sich radikal. Keine Ahnung, ob das am Vibe von New York lag oder woran auch immer.“
Wenn MUSE auf Black Holes and Revelations wie eine ganz neue Band klingen, dann liegt es daran, dass sie genau das nach Glastonbury sind: Das Bewusstsein erweitert, gesetzter in Geist und alles andere als festgefahren in einem bestimmten Sound. Das könnte zu dem einen oder anderen Schockerlebnis führen, denn nachdem Take A Bow dort weitermacht, wo Absolution aufhörte - mit all den apokalyptisch-himmlischen Synths und Matts priesterlichem „You will burn in hell for your sins!“ - , wird man in völlig unbekannte Quadranten geschleudert: Starlight ist ein Abba-Konzert auf dem Mond, Map Of The Problematique klingt wie Queen, die ein Bond-Thema spielen und - am überraschendsten - Supermassive Black Hole, die erste Single, kommt daher wie ein Dancefloor-Electro-Stampfer, so als würde Beck Marilyn Manson in Studio 54 mit Helium vollpumpen. Ganz abgesehen vom italienischen, folkbeeinflussten Meta-Country-Triptychon, das das Album mit Flamencoflattern und Mariachi-Bläsern abschließt. Dies ist mit Sicherheit nicht Absolution 2: Back To The Planets.
Um dem Album gerecht zu werden, sollte man auch einen Blick auf die Themen werfen, um welche die Texte von Black Holes and Revelations kreisen. Ein Labsal für Verschwörungstheoretiker, Freunde der Apokalypse, revolutionäre Geister und alle, die schon immer wussten, dass jede irdische Religion von Aliens importiert wurde, kurz: das optimal-phantastische Spielfeld für den MUSE-Fan. ID-Cards als Vorbote für den Untergang der freien Gesellschaft? Take A Bow! Matt: „Da gibt es auf jeden Fall einen Zusammenhang. Es geht um eine Zeit, in der es nicht mehr möglich sein wird, irgendetwas zu erwerben, oder auch nur zu existieren, wenn man keine Nummer hat. Statt dich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, rufen sie einfach deine Daten ab. Sie nehmen Einblick in deine Krankengeschichte, deine finanzielle Situation, einfach alles.“ Und die Theorie, dass die Erde eigentlich eine sich ausbreitende Sphäre ist, die in ein gigantisches Schwarzes Loch in der Mitte des Universum verschluckt wird (natürlich als emotionale Metapher)? Nimm Supermassive Black Hole!
Die Befürchtung, unsere Zivilisation könne den selben Weg gehen wie das römische Reich - der Surf-Prog-Track Knights Of Cydonia am Ende des Albums! Der Verlust der Hoffnung angesichts ungerechter Kriege: Soldier’s Poem und Invincible! Und was Exo-Politics angeht: „Die durch die neue Weltordnung entstandene Wahrscheinlichkeit einer orchestrierten Invasion durch Außerirdische,“ erklärt Matt, und dies offensichtlich ohne jede Einwirkung von harten Drogen. „Es gibt Leute, die wirklich glauben, es komme in den nächsten zehn Jahren zu einer großangelegten Invasion durch Aliens. Nicht mal eine Invasion, aber Aliens werden erscheinen. Vielleicht nicht mal das, aber es wird Diskussionen darum geben. Es passieren komische Dinge im Moment. Sehr viele Dinge, die, wenn man sie zusammen zählt, einem das Gefühl geben, dass in den nächsten zehn Jahren irgendetwas großes passieren wird. Man kann sich das anschauen und sich von der Angst überwältigen lassen, man kann es sich aber auch anschauen und sagen: das alles ist arrangiert worden, um die Leute still zu halten.“
Vielleicht wahr. Aber wo Absolution seinerzeit hilflos die Erniedrigung der Menschheit durch korrupte Führer beweinte und gelähmt die sich nähernden Umweltkatastrophen und Galaktischen Desaster anstarrte, ruft Bellamy auf Black Holes and Revelations zu nichts weniger als zur globalen Revolution auf: „Shoot your leaders down / and join forces underground... Destroy demonocracy!“
„Ich glaube, wir kommen der Zeit der globalen Revolution immer näher,“ nickt Matt. „Wenn du zum Beispiel die Proteste in Frankreich nimmst: Die Größe und das Level der Proteste stehen in keinem Verhältnis zu dem, wogegen dort protestiert wird. Ich glaube, dem Ganzen liegt etwa Tieferes zugrunde, etwas, was die Leute mehr fühlen, vor allem die jüngere Generation. Wir fühlen, dass wir in eine vorprogrammierte Situation geboren wurden, in der wir eigentlich über nichts Kontrolle haben. Mir ist an diesem Album aufgefallen, dass ich ein bißchen pessimistisch und frustriert über all das bin. Gleichzeitig habe ich aber überhaupt nichts gegen ein bißchen revolutionäre Bewegung, und ich würde mich nicht schämen, auch einen kleinen Aufstand anzuzetteln, wenn’s für eine gute Sache wäre.“
Nun, die Zeit ist gekommen. MUSE stehen auf.
Schon mit 19 Jahren wurden MUSE aus ihren Schaufenster-Dekorateurs-Jobs auf die Sitze von Privatjets und Leih-Limousinen geschleudert, als der A&R-Run auf das Trio begann. Mit ihrem Agypto-Funk-Crossover Muscle Museum hatten sie bewiesen, dass ihre Riffs zu den brillantesten gehörten, dass sie jeden garottieren würden, der versuchen würde, es ihnen nachzutun (Plug In Baby) und dass sie auch eine Nina Simone aufrocken können (Feeling Good). Mit jedem nun folgenden Album verdoppelten sie die Zahl ihrer Verehrer: Showbiz (1999) verkaufte sich 500.000 Mal, Origin Of Symmetry durchbrach 2001 die Millionen-Schallmauer und das Meisterwerk Absolution verdoppelte noch einmal. Der Preis: satte sieben Jahre durchgehend unterwegs, Erschöpfungen, mentale Konditionsschwächen, Erfolgsdruck und das Bedürfnis nach Ruhe.
Doch Absolution wurde zum Kult in den USA, und nach Glastonbury und zwei verkauften Dates im Earls Court blieb keine Zeit zum Ausruhen. Stattdessen ging es auf den US-Midwest-Circuit - vom Stadion in die Clubs: „In Europa hatten wir diese riesigen Arenen gespielt, und plötzlich standen wir wieder vor 200 Leuten in irgendwelchen winzigen Löchern,“ lacht Matt. „Das ist der Preis dafür, dass man sich so an die großen Bühnen gewöhnt. Aber es tat uns gut, dass wir drüben wie eine ganz neue Band behandelt wurden und das Gefühl hatten, noch einmal entdeckt zu werden.“
Als auch das geschafft war, zogen sich MUSE dann schließlich für einen Monat zurück, um herauszubekommen, was eigentlich „Zuhause“ bedeutet. Matt verkroch sich in einem Städtchen bei Milan, Chris und seine stetig wachsende Familie blieben in Teignmouth und Dom hing in Londons trendiger Gegend Highbury ab - bis man sich im Sommer 2005 im Fledermaus-verseuchten Chateau Miraval-Studio in Südfrankreich traf. Matt: „Es erinnerte mich, wenn an überhaupt irgendwas, an Devon. Dort begannen wir, die meisten neuen Songs zu schreiben, an diesem Ort, der so viel ruhiger war als unserer bisheriger Lebensstil.“
Die vorangegangenen Alben, so wurde ihnen klar, wurden aus Notwendigkeit geboren. Eilig zusammengespielt angesichts der nächsten Dates, die auf die Band warteten, und zurechtgestutzt in der Perspektive, dass die Songs auch live schnell umgesetzt werden mussten. Dieses Mal gab es keine Beschränkungen. Keine anstehende Tour, keine zeitlichen Beschränkungen im Studio - endlich gab es auch mal Zeit und Ruhe, die Möglichkeiten eines Studios zu entdecken.
Nun, das Chateau Miraval war nicht wirklich der Herausforderung gewachsen, ein MUSE-Album hervorzubringen, also zog die Band nach New York um, um den Großteil von Black Holes and Revelations im Electric Lady- und Avatar-Studio einzuspielen. Dort wurde das Album mit den notwendigen Dancefloor-Vibes ausgerüstet. „Hendrix’ Geist hing in der Luft und ab und zu schaute David Bowie rein. „Das war gut: Das bestätigende Nicken des alten Jungen zu bekommen. Wären wir in Frankreich geblieben, wäre es ein ProgRock-Album geworden. Ein Song wie Knights of Cydonia wäre etwa 20 Minuten lang gewesen. In New York straffte sich das alles und bekam eine eindeutigere Orientierung. Die Grooves von Starlight, Supermassive Black Hole und Hoodoo veränderten sich radikal. Keine Ahnung, ob das am Vibe von New York lag oder woran auch immer.“
Wenn MUSE auf Black Holes and Revelations wie eine ganz neue Band klingen, dann liegt es daran, dass sie genau das nach Glastonbury sind: Das Bewusstsein erweitert, gesetzter in Geist und alles andere als festgefahren in einem bestimmten Sound. Das könnte zu dem einen oder anderen Schockerlebnis führen, denn nachdem Take A Bow dort weitermacht, wo Absolution aufhörte - mit all den apokalyptisch-himmlischen Synths und Matts priesterlichem „You will burn in hell for your sins!“ - , wird man in völlig unbekannte Quadranten geschleudert: Starlight ist ein Abba-Konzert auf dem Mond, Map Of The Problematique klingt wie Queen, die ein Bond-Thema spielen und - am überraschendsten - Supermassive Black Hole, die erste Single, kommt daher wie ein Dancefloor-Electro-Stampfer, so als würde Beck Marilyn Manson in Studio 54 mit Helium vollpumpen. Ganz abgesehen vom italienischen, folkbeeinflussten Meta-Country-Triptychon, das das Album mit Flamencoflattern und Mariachi-Bläsern abschließt. Dies ist mit Sicherheit nicht Absolution 2: Back To The Planets.
Um dem Album gerecht zu werden, sollte man auch einen Blick auf die Themen werfen, um welche die Texte von Black Holes and Revelations kreisen. Ein Labsal für Verschwörungstheoretiker, Freunde der Apokalypse, revolutionäre Geister und alle, die schon immer wussten, dass jede irdische Religion von Aliens importiert wurde, kurz: das optimal-phantastische Spielfeld für den MUSE-Fan. ID-Cards als Vorbote für den Untergang der freien Gesellschaft? Take A Bow! Matt: „Da gibt es auf jeden Fall einen Zusammenhang. Es geht um eine Zeit, in der es nicht mehr möglich sein wird, irgendetwas zu erwerben, oder auch nur zu existieren, wenn man keine Nummer hat. Statt dich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, rufen sie einfach deine Daten ab. Sie nehmen Einblick in deine Krankengeschichte, deine finanzielle Situation, einfach alles.“ Und die Theorie, dass die Erde eigentlich eine sich ausbreitende Sphäre ist, die in ein gigantisches Schwarzes Loch in der Mitte des Universum verschluckt wird (natürlich als emotionale Metapher)? Nimm Supermassive Black Hole!
Die Befürchtung, unsere Zivilisation könne den selben Weg gehen wie das römische Reich - der Surf-Prog-Track Knights Of Cydonia am Ende des Albums! Der Verlust der Hoffnung angesichts ungerechter Kriege: Soldier’s Poem und Invincible! Und was Exo-Politics angeht: „Die durch die neue Weltordnung entstandene Wahrscheinlichkeit einer orchestrierten Invasion durch Außerirdische,“ erklärt Matt, und dies offensichtlich ohne jede Einwirkung von harten Drogen. „Es gibt Leute, die wirklich glauben, es komme in den nächsten zehn Jahren zu einer großangelegten Invasion durch Aliens. Nicht mal eine Invasion, aber Aliens werden erscheinen. Vielleicht nicht mal das, aber es wird Diskussionen darum geben. Es passieren komische Dinge im Moment. Sehr viele Dinge, die, wenn man sie zusammen zählt, einem das Gefühl geben, dass in den nächsten zehn Jahren irgendetwas großes passieren wird. Man kann sich das anschauen und sich von der Angst überwältigen lassen, man kann es sich aber auch anschauen und sagen: das alles ist arrangiert worden, um die Leute still zu halten.“
Vielleicht wahr. Aber wo Absolution seinerzeit hilflos die Erniedrigung der Menschheit durch korrupte Führer beweinte und gelähmt die sich nähernden Umweltkatastrophen und Galaktischen Desaster anstarrte, ruft Bellamy auf Black Holes and Revelations zu nichts weniger als zur globalen Revolution auf: „Shoot your leaders down / and join forces underground... Destroy demonocracy!“
„Ich glaube, wir kommen der Zeit der globalen Revolution immer näher,“ nickt Matt. „Wenn du zum Beispiel die Proteste in Frankreich nimmst: Die Größe und das Level der Proteste stehen in keinem Verhältnis zu dem, wogegen dort protestiert wird. Ich glaube, dem Ganzen liegt etwa Tieferes zugrunde, etwas, was die Leute mehr fühlen, vor allem die jüngere Generation. Wir fühlen, dass wir in eine vorprogrammierte Situation geboren wurden, in der wir eigentlich über nichts Kontrolle haben. Mir ist an diesem Album aufgefallen, dass ich ein bißchen pessimistisch und frustriert über all das bin. Gleichzeitig habe ich aber überhaupt nichts gegen ein bißchen revolutionäre Bewegung, und ich würde mich nicht schämen, auch einen kleinen Aufstand anzuzetteln, wenn’s für eine gute Sache wäre.“
Nun, die Zeit ist gekommen. MUSE stehen auf.











