
k-os
Das neue Album "Atlantis - Hymns for Disco" ist am 23. Februar 2007 erschienen!
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k-os
k-os hatte lange so seine Probleme mit der Gratwanderung zwischen
plötzlichem Ruhm, der damit verbundenen Erwartungshaltung und seiner
eigenen musikalischen Vision. Er wurde vorsichtig – bis er irgendwann
den einzigen für ihn gangbaren Weg entdeckte: Musik in allererster
Linie für sich selbst zu machen. Er musste tief in sich hineinsehen, um
wahre künstlerische Freiheit zu finden. Und das heißt inzwischen: Drei Juno Awards. Vier MuchMusic Awards. Sechs Canadian Urban Music
Awards. Einen Source Award. Eine Grammy-Nomierung. Platinplaketten für
„Joyful Rebellion“ und die „?Publicity Stunt?“-DVD. Dazu Kollegenlob in
Kübeln, unzählige Hitsingles und Dauerrotation in Funk und Fernsehen.
Man könnte sich einiges einbilden auf derlei Verdienste. k-os aber
interessiert das nicht. Ihn interessiert: Musik. Und deswegen hat er
mit „ATLANTIS – Hymns for Disco“ nun ein Album abgeliefert, das seine
bisherigen Großtaten noch einmal spielerisch toppt.
Livedates
Bandinfo
„Ich versuche, mich immer weniger um irgendwelche Regeln zu scheren“, erklärt er. „Denn was zeichnet einen revolutionären Künstler aus? Dass er neue Standards setzt, neue ästhetische Ideale schafft. Aber diese Ideale werden zu einem kreativen Gefängnis, wenn man sie nicht ständig aufs Neue hinterfragt.“ Dieses permanente Hinterfragen ist der Motor von „ATLANTIS – Hymns for Disco“. Es ist eine beeindruckende Klanglandschaft, die er hier geschaffen hat, eine Landschaft ohne Grenzen, aber mit unzähligen Querverweisen. Und auch wenn das ganz bestimmt nicht seine Absicht war, so hat er doch – zwangsläufig – sein bislang persönlichstes Werk vorgelegt.
„Seine Stimme zu einer bedeutenden Kraft im Weltgeschehen zu machen, ist die größte Herausforderung eines jeden Künstlers. Ja mehr noch: Es ist seine Verantwortung”, so k-os. „Wenn ein Künstler seine persönliche Weltsicht ehrlich und mit reinem Herzen zum Ausdruck bringt, dann kann er damit zum Sprachrohr für eine Myriade von Menschen werden. Aus einer sehr spezifischen Erfahrung erwächst somit eine universelle Heilkraft, wie sie nichts und niemand sonst haben kann. Und auch für sich selbst wirkt Kunst heilend: Ich wasche meine Seele über die Musik, lasse andere an meinem Gefühlen und Gedanken teilhaben. Nur so kann ich sicherstellen, dass sie nicht in meinem Inneren zu einem gefährlichen Gift werden.”
Im Falle von „ATLANTIS – Hymns for Disco“ begann dieser Prozess mit dem erhebenden „Sunday Morning”, ein Song über das Leben im Rampenlicht und diese so seltsame Beziehung zwischen Selbstwertgefühl und öffentlichem Ansehen. „Nach der letzten Platte haben mich immer wieder Leute auf der Straße angesprochen. Sie haben so getan, als würden sie mich kennen. Das ist natürlich eine merkwürdige Sache. Aber ich kann nicht leugnen, dass es sich gut angefühlt hat, beliebt zu sein.“
Diesen Song zu schreiben, brachte ihn ganz unbewusst wieder seiner fundamentalistisch geprägten Jugend nahe. „Wenn am Samstag gefeiert wurde, dann gehörte der Sonntag der Familie – von den ersten Morgenaktivitäten bis hin zum Nachtisch beim Abendbrot,” erinnert k-os sich. „Eigentlich lustig, dass ich erst die ganze Welt auf eigene Faust erkunden musste, um festzustellen, dass Ruhe in Wahrheit ein Segen ist. Dass es sich im Leben nicht nur um das Höher-Schneller-Weiter dreht, sondern man bestimmte Dinge nur in den eigenen vier Wänden und im Dialog mit sich selbst finden kann. Die Arbeit an diesem Song hat jedenfalls mein Leben verändert. Ich weiß jetzt: Es bringt einen weiter, sich offen mit Problemen und Sorgen auseinander zu setzen. Das ist überhaupt das Leitmotiv von ‚ATLANTIS’.”
Die Weiterentwicklung auf „ATLANTIS – Hymns for Disco“ jedenfalls ist offensichtlich. Bereits auf seinen ersten beiden Alben, „Exit“ und „Joyful Rebellion“ beleuchtete k-os so unterschiedliche Themen wie Ruhm, Politik oder die Zukunft der HipHop-Szene. Diesmal aber hat er sich nicht damit zufrieden gegeben, der Welt einen Spiegel vorzuhalten und sich selbst dahinter zu verstecken: Diesmal hat er sich selbst vor den Spiegel gestellt. „Man sollte nicht glauben, dass man als Künstler andere Menschen oder gar die Welt verändern könne. Ich zumindest kann das nicht. Ich kann nur mich selbst ändern.“ Dank dieser Einstellung gewährt k-os dem Hörer auf „ATLANTIS – Hymns for Disco“ einen faszinierenden Einblick in die Gedankenwelt eines Mannes, der gerade dabei ist, alle Aspekte seiner Persönlichkeit als solche zu akzeptieren und auch seine verletztlichsten Seiten offen zu legen.
„The Rain“ zum Beispiel ist ein fast schon schmerzhaft ehrlicher Song, auf dem k-os’ Stimme eine ungekannte Härte aufweist. Keine Samples, kein Rap, keine Referenzen, kein Genre-Mischmasch – einfach nur pure, ungefilterte Songwriter-Kunst, vom ersten bis zum letzten Ton. „Ich war überrascht, wie einfach ich neue Musik aus einer eigentlich längst vergangenen Situation generieren konnte, in der ich mich von einer Frau habe unterdrücken lassen”, räumt er freimütig ein. „Ich hatte wirklich gedacht, ich wäre darüber hinweg. Aber es ist nun mal so, dass sich Emotionen aufstauen können, ohne dass man das wirklich mitbekommt. Und wenn man diese Emotionen nicht verarbeitet, werden sie nur stärker und stärker. ‚The Rain’ ist wie eine Schleuse, aus der plötzlich eine wahre Flut von Emotionen herausbricht, von deren Existenz man überhaupt nicht gewusst hat.”
Bei derart persönlichen Themen ist nahe liegend, dass k-os auf den 14 Tracks des Albums nur mit einigen seiner engsten Freunde zusammengearbeitet hat. So tauchen auf „Valhalla“ Sam Roberts und Kevin Drew von Broken Social Scene auf., während Buck 65 und Kamau (der bereits auf den ersten beiden Langspielern zu hören war) tragen auf ihre jeweils einzigartige Weise zum grandiosen Album-Finale „Ballad of Noah” bei, das einmal mehr beweist, wie weit sich k-os mittlerweile von den Erwartungen Dritter gelöst hat. Und wichtiger noch: Wie gut es ihm mittlerweile gelingt, seinen eigenen, naturgemäß immens hohen Ansprüchen zu genügen. Der Name „k-os“ stand ja immer schon für „knowledge of self“. „ATLANTIS – Hymns for Disco“ ist nicht nur k-os’ ganz persönlicher Weg zu dieser Selbsterkenntnis, sondern gleichzeitig eine unwiderstehliche Einladung, ihm auf diese unendliche Reise zu folgen.
„Ich mag die Geschichte des Noah“, erklärt k-os diesen vielleicht wichtigsten Song seines neuen Albums. „Den Menschen war er als Trunkenbold bekannt, deswegen hat ihm zunächst keiner geglaubt, als er sagte, Gott selbst habe ihn mit dem Bau eines großen Schiffes beauftragt. Die öffentliche Meinung hat seine Botschaft in eine dichte Nebelwolke gehüllt, die erst der große Regen wegzuspülen vermochte. Ich bin gerade dabei zu lernen, mich selbst einzuschätzen und zu respektieren – und erst dank dieser neuen Klarheit kann ich auch anderen Menschen ohne Vorurteile und mit wirklich großem Respekt gegenüber treten.“
Überhaupt spielte Wasser für k-os eine große Rolle in der Entwicklung von „ATLANTIS – Hymns for Disco“. „Ich weiß auch nicht, warum, aber irgendwie hat mich dieses Album immer wieder ans Wasser geführt”, so k-os über die Songs, die in Halifax, Toronto und Vancouver geschrieben und aufgenommen wurden. „Vom Gefühl her war es von essenzieller Bedeutung, sich in der Nähe von Wassermassen aufzuhalten.” Diese Nähe war therapeutisch wie das Album selbst: k-os musste er untertauchen, um klare Sicht bekommen zu können.
„Wir sollten anderen einfach nicht erlauben, uns mit ihrer Meinung über uns zu überschwemmen. Denn wahren Halt können wir niemals an fremden Ufern, sondern immer nur in uns selbst finden. Ganze Städte können untergehen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass jeder einzelne von uns auch die größte Flut überleben kann, wenn er einen Kompass hat, dem er folgen kann. Einen Kompass namens ‚knowledge of self’.”
„Seine Stimme zu einer bedeutenden Kraft im Weltgeschehen zu machen, ist die größte Herausforderung eines jeden Künstlers. Ja mehr noch: Es ist seine Verantwortung”, so k-os. „Wenn ein Künstler seine persönliche Weltsicht ehrlich und mit reinem Herzen zum Ausdruck bringt, dann kann er damit zum Sprachrohr für eine Myriade von Menschen werden. Aus einer sehr spezifischen Erfahrung erwächst somit eine universelle Heilkraft, wie sie nichts und niemand sonst haben kann. Und auch für sich selbst wirkt Kunst heilend: Ich wasche meine Seele über die Musik, lasse andere an meinem Gefühlen und Gedanken teilhaben. Nur so kann ich sicherstellen, dass sie nicht in meinem Inneren zu einem gefährlichen Gift werden.”
Im Falle von „ATLANTIS – Hymns for Disco“ begann dieser Prozess mit dem erhebenden „Sunday Morning”, ein Song über das Leben im Rampenlicht und diese so seltsame Beziehung zwischen Selbstwertgefühl und öffentlichem Ansehen. „Nach der letzten Platte haben mich immer wieder Leute auf der Straße angesprochen. Sie haben so getan, als würden sie mich kennen. Das ist natürlich eine merkwürdige Sache. Aber ich kann nicht leugnen, dass es sich gut angefühlt hat, beliebt zu sein.“
Diesen Song zu schreiben, brachte ihn ganz unbewusst wieder seiner fundamentalistisch geprägten Jugend nahe. „Wenn am Samstag gefeiert wurde, dann gehörte der Sonntag der Familie – von den ersten Morgenaktivitäten bis hin zum Nachtisch beim Abendbrot,” erinnert k-os sich. „Eigentlich lustig, dass ich erst die ganze Welt auf eigene Faust erkunden musste, um festzustellen, dass Ruhe in Wahrheit ein Segen ist. Dass es sich im Leben nicht nur um das Höher-Schneller-Weiter dreht, sondern man bestimmte Dinge nur in den eigenen vier Wänden und im Dialog mit sich selbst finden kann. Die Arbeit an diesem Song hat jedenfalls mein Leben verändert. Ich weiß jetzt: Es bringt einen weiter, sich offen mit Problemen und Sorgen auseinander zu setzen. Das ist überhaupt das Leitmotiv von ‚ATLANTIS’.”
Die Weiterentwicklung auf „ATLANTIS – Hymns for Disco“ jedenfalls ist offensichtlich. Bereits auf seinen ersten beiden Alben, „Exit“ und „Joyful Rebellion“ beleuchtete k-os so unterschiedliche Themen wie Ruhm, Politik oder die Zukunft der HipHop-Szene. Diesmal aber hat er sich nicht damit zufrieden gegeben, der Welt einen Spiegel vorzuhalten und sich selbst dahinter zu verstecken: Diesmal hat er sich selbst vor den Spiegel gestellt. „Man sollte nicht glauben, dass man als Künstler andere Menschen oder gar die Welt verändern könne. Ich zumindest kann das nicht. Ich kann nur mich selbst ändern.“ Dank dieser Einstellung gewährt k-os dem Hörer auf „ATLANTIS – Hymns for Disco“ einen faszinierenden Einblick in die Gedankenwelt eines Mannes, der gerade dabei ist, alle Aspekte seiner Persönlichkeit als solche zu akzeptieren und auch seine verletztlichsten Seiten offen zu legen.
„The Rain“ zum Beispiel ist ein fast schon schmerzhaft ehrlicher Song, auf dem k-os’ Stimme eine ungekannte Härte aufweist. Keine Samples, kein Rap, keine Referenzen, kein Genre-Mischmasch – einfach nur pure, ungefilterte Songwriter-Kunst, vom ersten bis zum letzten Ton. „Ich war überrascht, wie einfach ich neue Musik aus einer eigentlich längst vergangenen Situation generieren konnte, in der ich mich von einer Frau habe unterdrücken lassen”, räumt er freimütig ein. „Ich hatte wirklich gedacht, ich wäre darüber hinweg. Aber es ist nun mal so, dass sich Emotionen aufstauen können, ohne dass man das wirklich mitbekommt. Und wenn man diese Emotionen nicht verarbeitet, werden sie nur stärker und stärker. ‚The Rain’ ist wie eine Schleuse, aus der plötzlich eine wahre Flut von Emotionen herausbricht, von deren Existenz man überhaupt nicht gewusst hat.”
Bei derart persönlichen Themen ist nahe liegend, dass k-os auf den 14 Tracks des Albums nur mit einigen seiner engsten Freunde zusammengearbeitet hat. So tauchen auf „Valhalla“ Sam Roberts und Kevin Drew von Broken Social Scene auf., während Buck 65 und Kamau (der bereits auf den ersten beiden Langspielern zu hören war) tragen auf ihre jeweils einzigartige Weise zum grandiosen Album-Finale „Ballad of Noah” bei, das einmal mehr beweist, wie weit sich k-os mittlerweile von den Erwartungen Dritter gelöst hat. Und wichtiger noch: Wie gut es ihm mittlerweile gelingt, seinen eigenen, naturgemäß immens hohen Ansprüchen zu genügen. Der Name „k-os“ stand ja immer schon für „knowledge of self“. „ATLANTIS – Hymns for Disco“ ist nicht nur k-os’ ganz persönlicher Weg zu dieser Selbsterkenntnis, sondern gleichzeitig eine unwiderstehliche Einladung, ihm auf diese unendliche Reise zu folgen.
„Ich mag die Geschichte des Noah“, erklärt k-os diesen vielleicht wichtigsten Song seines neuen Albums. „Den Menschen war er als Trunkenbold bekannt, deswegen hat ihm zunächst keiner geglaubt, als er sagte, Gott selbst habe ihn mit dem Bau eines großen Schiffes beauftragt. Die öffentliche Meinung hat seine Botschaft in eine dichte Nebelwolke gehüllt, die erst der große Regen wegzuspülen vermochte. Ich bin gerade dabei zu lernen, mich selbst einzuschätzen und zu respektieren – und erst dank dieser neuen Klarheit kann ich auch anderen Menschen ohne Vorurteile und mit wirklich großem Respekt gegenüber treten.“
Überhaupt spielte Wasser für k-os eine große Rolle in der Entwicklung von „ATLANTIS – Hymns for Disco“. „Ich weiß auch nicht, warum, aber irgendwie hat mich dieses Album immer wieder ans Wasser geführt”, so k-os über die Songs, die in Halifax, Toronto und Vancouver geschrieben und aufgenommen wurden. „Vom Gefühl her war es von essenzieller Bedeutung, sich in der Nähe von Wassermassen aufzuhalten.” Diese Nähe war therapeutisch wie das Album selbst: k-os musste er untertauchen, um klare Sicht bekommen zu können.
„Wir sollten anderen einfach nicht erlauben, uns mit ihrer Meinung über uns zu überschwemmen. Denn wahren Halt können wir niemals an fremden Ufern, sondern immer nur in uns selbst finden. Ganze Städte können untergehen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass jeder einzelne von uns auch die größte Flut überleben kann, wenn er einen Kompass hat, dem er folgen kann. Einen Kompass namens ‚knowledge of self’.”











